Bevölkerungsentwicklung im Bonner Süden: Lockruf des goldenen Rheinlandes

Posttower mit Kessenicher Giebeln

Posttower mit Kessenicher Giebeln

Der Bonner Süden bleibt bevorzugtes Wohngebiet. So stellt der statistische Bezirk Kessenich den einwohnerreichsten Stadtteil in Bonn. Dazu kommen noch die als Wohnort beliebten Stadtteile Gronau, Dottendorf, Plittersdorf, Venusberg, Ippendorf und Südstadt als Einzugsgebiet.

Insgesamt hat Bonn eine vergleichsweise positive Bevölkerungsprognose bis 2025.

Maßgeblich für den weiteren Bevölkerungszuwachs bei sinkenden Geburtenraten sind positive Salden aus Zuwanderungsbilanzen. Bildungswanderung ist ein wichtiger Faktor für Bonn neben dem überaus wichtigen Angebot an qualifizierten und differenzierten Arbeitsplätzen durch die DAX-Unternehmen: Attraktive Studienplatzangebote bringen junge Menschen aus dem Umland und der ganzen Welt in die Stadt.

Auch die nachwachsenden Familien bilden ein notwendiges Gegengewicht zu der in den nächsten zwanzig Jahren typischen Zunahme des Altersdurchschnitts in unserer Gesellschaft.

Kongresszentrum in Schieflage

Kongresszentrum in Schieflage

Die Integration von Zuwandernden ist in vielen Kommunen ein wesentlicher Mechanismus, der einen Bevölkerungsrückgang verhindert. So gilt der Bonner Süden schon seit den Zeiten des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders als tolerantes Umfeld. Viele der Ausländer, die zum Beispiel als Arbeiter zu Haribo kamen, leben hier heute teils schon in dritter Generation mit ihren Familien. Später dann zu Bonner Hauptstadtzeiten waren es die Mitarbeiter der zahlreichen Botschaften, die das Spektrum der Nationalitäten bereicherten; so hat Bonn unter Ausländern einen Ruf als lebenswerte Stadt.

Durch den für 2012 geplanten Deutsche-Bahn-Haltepunkt Bundesviertel wird der Anschluss an den ÖPNV wesentlich attraktiver. Eventuell rückt damit auch eine S-Bahn-Verbindung zum Flughafen näher.

Nun ist es an der Zeit auch die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum im Bonner Süden zu bedienen. Die Überführung der Ermekeilkaserne in eine Wohnnutzung und die Bebauung des Miesen-Geländes  im  Wasserland sind hier wesentliche Projekte, die Entlastung bringen sollen. Ein positives Signal für Kessenich ist auch der Umbau und die Erweiterung der Rosenburg zu einer großzügigen Wohnanlage.

Erfreulicherweise soll der seit Jahren angekündigte Lebensmitteldiscounter der Firma LIDL nach einer Firmenmitteilung nun doch ab März dieses Jahres errichtet werden.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Schieflage der UNCC-Kongressbetreibergesellschaft schnell behoben wird.


3 Reaktionen zu “Bevölkerungsentwicklung im Bonner Süden: Lockruf des goldenen Rheinlandes”

  1. Martin

    Guten Tag!

    Erst einmal ein großes Lob für die tolle Internet-Präsens.

    Ich wohne seit 2 Jahren hier in Kessenich (Mechenstraße) und fühle mich hier sehr wohl.

    Aber ich frage mich wann endlich diese unkrautüberwucherte Mondlandschaft verschwindet. Da sollten doch längst Bauarbeiten im Gange sein.

    Kennen Sie evtl. den neuesten Stand der Dinge. Ich freue mich über jede Antwort!

    Beste Grüsse.
    Martin

  2. Redaktion

    Hallo Martin,

    wir wissen leider auch nichts Neues. Aber wir werden Sie hier auf dem Laufenden halten, darauf können Sie sich verlassen.

    Zunächst sind wir natürlich auch einmal gespannt, ob denn im März Lidl den Bagger einspannt!

    Beste Grüße, Ihr KiK-Team

  3. dorfpillendreher

    http://www.dwtkns.com/density/


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