Baustillstand am WCCB: Wie das Kaninchen vor der Schlange

Baustelle des UNFCC Klimasekretariats in Bonn

Der entkernte Altbau für das UNFCC in Bonn

Während am Kongresszentrum nur die Wächter rund um die Uhr beschäftigt sind, wird gegenüber auf dem UN-Campus munter weitergebaut: Mit den bereitgestellten Bundesmitteln für den Umbau des „Alten Abgeordnetenhochhauses“ als künftigen Standort des Klimaschutzsekretariats der Vereinten Nationen (UNFCCC) werden knapp 50 Millionen Euro investiert – nur gegenüber das Kongresszentrum bleibt weiter im Dornröschenschlaf.

330 zusätzliche Arbeitsplätze sollen hier für das UNFCCC entstehen. Mutmasslich reicht der Platz aber gar nicht aus, da bis Ende 2011 das Sekretariat auf 600 Beschäftigte anwachsen soll.  Vielleicht kann man diese in dem als Hotel geplanten Neubau unterbringen, denn dass sich ein privater Investor findet, der diesen Bau übernimmt, ist wohl eher unwahrscheinlich.

Baustelle des Kongresszentrums in Bonn

Da kommt wenig Freude auf!

Wird so aus dem Prestigeobjekt der Stadt Bonn unter der Ägide der ehemligen OB Bärbel Dieckmann ein Millionengrab, wie das Dradio in einem ausführlichen Bericht titelte?

Es ist überaus fraglich, ob in dieser Bonner Melange jemals ein Schuldiger benannt werden kann, oder ob die üblichen Verdächtigen mit einem blauen Auge davonkommen. Ein Fortschritt wäre es also sicherlich schon, wenn erst einmal das Kongresszentrum in Betrieb genommen werden kann.

Ob sich dann ein besseres Ende für das geplante Hotel findet als beim legendären Kaiserbau, bleibt zu hoffen.


4 Reaktionen zu “Baustillstand am WCCB: Wie das Kaninchen vor der Schlange”

  1. Klara Knappenkneul

    isch bin ein test

  2. Redaktion

    Test geglückt. Nun warten wir aber auf Ihren substanziellen Input … 😉

  3. Peter Riemann

    Nun ist`s passiert, der Rat hat mehrheitlich mit „Enthaltung“ der CDU beschlossen das Hotel für 17 Millionen Euro zu verschleudern. Privatinvestor Jörg Haas soll der Glückliche sein. Der ursprüngliche Wert des nicht fertig gestellten Gebäudes war von PricewaterhouseCoopers (PwC) mit 57 Mio. Euro angegeben. Dieselbe Firma hat nun für 100.000 Euro ein spekulatives Gutachten erstellt, das den Verkauf als beste Lösung propagiert. Kein Wunder! Bei der zeitgünstig gewählten Ankündigung des Kämmereres zur Haushaltssperre und einem Weiterbau-Investitionsvolumen von ca. 35 Mio. Euro (das die Stadt nicht hat) blieb den Ratsmitgliedern nur die Wahl zwischen Pest und Cholera…

    Mehr zum Thema auf dem Bonner PresseBlog
    „WCCB: „Bonnsoli“ für Verluste beim Hotelverkauf?“
    http://www.bonner-presseblog.de/bonn/wccb-bonnsoli-fuer-verluste-beim-hotelverkauf

  4. Bernd Voss

    Man fragt sich angesichts des Desasters wozu all diese Millionen verbraucht worden sind.
    Einziger schwacher Trost: immerhin wurde im Zusammenhang mit der Baumassnahme WCCB der grösste zusammenhängende Ausgrabungsfund eines römischen Vicus in Deutschland geborgen.
    Freilich müssen die Ergebnisse noch gesichert und dokumentiert werden, Reste des Thermalbades sind aber jetzt schon im Rohbau des Hotels zu besichtigen.


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