Zwischen Reuterbrücke und August-Bier-Straße: Kein Autohaus, aber auch weniger Bäume

Autohaus ReuterbrückeDas nun leerstehende Gebäude des alteingesessenen Autohauses Reuterbrücke wirkt wie ein Fanal zur Wende der individuellen Mobilität.

Gewiss werden trotz Wirtschaftkrise noch  genügend Autos verkauft, jedoch zeichnet sich längst in den Ballungsräumen angesichts des nahezu permanenten Verkehrskollapses eine Umorientierung hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln, verbesserter Infrastruktur für den Radverkehr , Carsharing und ähnlichem ab, was nicht nur aus Gründen der CO2-Belastung sehr zu begrüßen ist.

 

Der Standort ist seit Juli diesen Jahres verlassen. Die neuen Eigentümer des Grundstücks aus der Insolvenzmasse des Autohauses Reuterbrücke, Patron Lepo IV S.a.r.l., residieren in Luxemburg und planen eine Nutzung mit großflächigem Einzelhändel, bestehend aus einem Vollsortimenter mit 2100 qm und einem Discounter mit 1200 qm, die über eine Passage mit 190 Parkplätzen verbunden sind.

 

Wir brave Steuerzahler aber harren der Einfalt der kommunalen Selbstverwaltung. Diese hat jetzt erst einmal per Veränderungssperre die Bauvoranfrage der luxemburgischen Versilberungsagenten auf Eis gelegt.

 

Allerdings werden dafür im Umfeld schon einmal die schönsten Vorboten des Frühlings im Bonner Süden hingerichtet, die Fällung der  fünfzehn Blut-Pflaumen an der August-Bier-Straße soll noch in diesem Herbst erfolgen!

 

Ein erfreuliches Bauprojekt ebenfalls an der August-Bier-Straße gelegen stellt die 5. Gesamtschule dar. Hier sind insgesamt 18 Millionen Euro im städtischen Haushalt veranschlagt, obwohl noch nicht klar umrissen ist, welche baulichen Veränderungen in diesem Zusammenhang erfolgen sollen.


Eine Reaktion zu “Zwischen Reuterbrücke und August-Bier-Straße: Kein Autohaus, aber auch weniger Bäume”

  1. dorfpillendreher

    www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/12/1213556.pdf

    inzwischen ist das grundstück des ehemaligen autohauses reuterbrücke verkauft worden und es soll ein städtebaulicher wettbewerb durchgeführt werden, der eine wohnnutzung als schwerpunkt hat.


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