Bonns Fünfte, eine inklusive Gesamtschule für den Bonner Süden

Hindenburgschule

Vor gerade einmal hundert Jahren (1906-1915) wurde die Hausdorffstrasse geplant und gebaut, damit für die elektrische Straßenbahn eine Trasse aus der Innenstadt nach Kessenich geschaffen werden konnte. Bis dahin fuhr die Pferdebahn mit Endstation Pützstrasse  durch die Burbacher Strasse in Richtung Poppelsdorf.

 

1915 wurde die bis dahin „verlängerte Schumannstraße“ genannte Trasse  per Ratsbeschluss Hindenburgstraße genannt, 1949 wurde diese mit einem weiteren derartigen Beschluss in Hausdorffstraße umbenannt.

 

Im Jahre 1915 wurde die Linienführung der Straßenbahn bis an die damalige Stadtgrenze nach Dottendorf verlängert, nach der Eingemeindung der Stadtteile Dottenorf, Kessenich, Poppelsdorf und Endenich. Der Verlauf der Hausdorffstraße folgt der Gumme, einem eiszeitlichen Rheinarm, der den Bonner Süden bis zur Einführung der Kanalisation durch ein Sumpfgebiet teilte, das von den abfließenden Bächen des Venusbergs gespeist wurde.

 

Die Kessenicher Schule bestand damals aus zwei getrennten Gebäudekomplexen, nämlich der Südschule in der Pützstrasse und der um die Jahrhundertwende 1900 an der Kreuzung Hausdorffstrasse/Eduard-Otto-Strasse errichteten Volksschule Sandstrasse (damaliger Name der Eduard-Otto-Strasse), auch Hindenburgschule oder Nordschule genannt. 1950 wurden die Trümmer der durch einen Bombenabgriff im Jahre 1944 zerstörten Schule für den Neubau beseitigt.

Pferdebahn / Kessenich Stadtarchiv

 

1951 wurde der Antrag auf Errichtung einer Volksschule an dieser Stelle, der heutigen Theodor-Litt-Hauptschule, gestellt. Benachbart ist das Gebäude der Gottfried-Kinkel-Realschule. Diese beiden Schulen werden in der neuen Gesamtschule bonnsfünfte aufgehen

 

Der geplante Neubau für die im Aufbau befindliche fünfte Gesamtschule der Stadt Bonn ist nicht nur dringend erforderlich, sondern ermöglicht auch eine städtebauliche Reparatur an dieser Stelle.